Autarkie, steht für Selbstgenügsamkeit & Selbständigkeit 

Autarkie! Ein Thema unserer Vergangenheit und unserer Zukunft.

Der Begriff bestand bereits in der Antike und wurde in den Anfängen für die Lebenswelten der Bereichen Landwirtschaft, Politik und Philosophie definiert.

 

Nach Aristoteles sei für ein Leben in Autarkie wichtig, dass man sich mit dem zufrieden gebe, was man erreichen könne.

Autark beschreibt auch, dass die Bewohner von Ihrer weiteren Umgebung unabhängig bleiben, sich selbst versorgen mit den Gütern ihres Bedarfs, dem Bestreben wirtschaftlicher Unabhängigkeit und auf niemanden angewiesen zu sein. Auch steht der autarke Begriff für Nachhaltigkeit.
 
 Hypothetisch betrachtet: ohne jegliche Handels,-  Wirtschaftsbeziehungen, einen geschlossenen Kreislauf oder Systeme bilden, um sich selbst vollständig versorgen zu können.
 
Autarkie im allgemeinen Sinne bedeutet also das Organisationseinheiten oder Ökosysteme alles was sie ver- oder gebrauchen aus eigenen Ressourcen zur Lebenserhaltung selbst erzeugen oder herstellen.
 
Als reine volkswirtschaftliche Theorie wurde in Deutschland der Gedanke der Autarkie zu Beginn des 19. Jahrhunderts gestärkt. 
 
Nach 1918 knüpften Ökonomen in bewusster Abgrenzung gegenüber dem wachsenden Wirtschaftsliberalismus der Vorkriegszeit an das Konzept eines in sich geschlossenen, nationalen und regionalen Wirtschaftsraums an. 
 
 Ziel war es das einzelne Nationalstaaten sich komplett selbst versorgen und eine vollständige wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit erlangen.
 
Also gelten autarke Systeme u. a. als wirtschaftliche Einheiten (Volkswirtschaften, Wirtschaftsregionen, Haushalte), die sich ausschließlich mit eigenen wirtschaftlichen Gütern (Lebensmittel, Rohstoffe, Waren, Dienstleistungen, Produktionsfaktoren), Energie (Inselsystem) versorgen und von Importen unabhängig bleiben.
 
Diese Unabhängigkeit sollte einen hohen Lebensstandard, den sozialen Ausgleich, aber auch eine eigene Wirtschaftsentwicklung sichern.
 
Jedoch gilt eine vollständige Autarkie praktisch als nicht erreichbar, dennoch ist das Streben nach Autarkie in der Geschichte häufig zu finden. 
 

Viele Länder streben trotzdem eine Selbstversorgung an, z.B. mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen (partielle Autarkie), um etwa in einem Krisenfall von Importen unabhängig zu sein. 
 
 Die Idee autark zu leben, wird damit eine aktuelle hohe Bedeutung zugemessen. Im Grund gilt heutzutage die partielle Autarkie als Bestandteil einer umweltfreundlichen und ökologischen Gesellschaft.  
 
Diese Bemühungen werden in der heutigen Zeit mit einem wachsenden Qualitätsbewusstsein, dem aktuellen Wissenstand, dem digitalen Wissenstransfair durch die umwelttechnischen, klimatechnischen, gesundheitstechnischen, ernährungstechnischen, ökologischen und biologischen Themen gefördert. 
 
Ein mögliches Ziel für die Regionen ist eine partielle Autarkie; genau wie im 19. Jahrhundert oder heute im 21. Jahrhundert sin dies z.B. der Anbau von Gemüse, Kräutern, das Aufbereiten von Wasser, die kontrollierte Tierhaltung. Diese genannten Beispiele beschreiben nur einen Ausschnitt aus dem gesamten Autarkie-Sektor. 

Dazu gekommen sind aktuellere und zeitgerechtere Themen wie zum Beispiel eigenen Strom zu produzieren oder Strom zu speichern, einer Klimatisierung oder Heizung mit einem Rückgriff auf natürliche Ressourcen zu nutzen usw.  
 
Mit der aktuellen Agrarpolitik folgen die Länder der industriellen Land- und Ernährungswirtschaft, was mittlerweile regionale und globale Probleme für Bauern, Klima, Tiere und Umwelt verursacht. Glyphosat und die Massentierhaltung sind nur zwei aktuelle negative Beispiele. 
 
 Die europäische Agrarpolitik und ihre Mängel interessieren beim Thema Landwirtschaft & Ernährung längst nicht mehr nur Naturschützer, sondern auch Wissenschaftler und eine breite Masse sensibilisierter Menschen unserer Gesellschaft.
 
 Mit einem partiellen autarken Leben wird auch eine umwelt- und tierfreundliche Landwirtschaft gefördert, intelligent  und bewusst auf natürliche Ressourcen zurückgegriffen. 
 
 Gerade die fairen Handelsbedingungen der Lieferanten werden gleichzeitig mit diesem Thema in Verbindung gebracht.  

Ziele 1 … 2 … 3 …

1.     Autarkie Bestrebungen als regionales & überregionales Inhaltsthema.
 Die Verbindungsbrücke eines gemeinschaftlichen Konzepts der Einrichtungen im Lausitzer Museenland und der ansässigen Unternehmen sowie unserer musealen, europäischen, polnischen Partnerstandorte.
 
 
2.     Auf den Spuren der Autarkiebestrebungen vom 18. bis zum 21. Jahrhundert.
 Mit dem übergreifenden-musealen-Wissenstransfair unserer Regionen zu den hinterlassenen Spuren des 18./19./20./21. Jahrhunderts um diese zu erleben, erfahren und zu erkunden. 
 
 
3.     Der übergreifende analoge & digitale Autarkie-Erlebnis-Pass
 Auf den Spuren der gelebten partiellen Autarkie unserer Grenzregionen im Lausitzer Museenland und dem musealen polnischen Museenland. Die regionalen und überregionalen Autarkie-Erlebnis-Pässe werden als analoger & digitaler 1,2,3,4,5 Tages-Pass angeboten, mit einem entsprechenden Themenaspekt einbezogen werden. Ziel ist es einen Pass-Preis als Pauschale zu verkaufen, der die einbezogenen musealen Standorte einbezieht.
 
 
4.     Durch unser ganzheitliches Spektrum werden mehr Touristen/Besucher für unsere museale Region erreicht, angesprochen, um Interesse zu wecken. Gleichzeitig soll das angestaubte, teilweise kritische Image über die Landwirtschaft, das Agrarsterben, der damit einhergehenden verursachten Umweltschäden verbessert werden. Die Besucher sollen neben den historischen Hintergründen auch ihr Interesse für die landwirtschaftlichen Kreisläufe und Zusammenhänge entwickeln.